Gegengleiche Laufbewegungen trainieren (Teil 2)

Im ersten Teil haben wir bereits den Grundgedanken der gegengleichen Laufbewegungen sowie eine Übungsform vorgestellt. Nun möchten wir eine weitere Variante der Übungsform präsentieren, die sich primär in den Passwegen unterscheidet.

Organisation (identisch mit Teil 1):
Vor dem Starthütchen wird ein Dummy mit 3-5 Metern Entfernung aufgestellt. Dahinter werden 4 Stangen wie ein Rechteck aufgestellt, die Abstände zwischen den einzelnen Stangen betragen 8 bis 10 Meter. In der Mitte der Stangen werden vier Hütchen aufgestellt, je zwei einer Farbe gegenüber. Am Ende des Parcours wird noch ein Minitor aufgestellt. Der gleiche Aufbau kann ein zweites Mal gespiegelt aufgebaut werden, sodass ein Rundlauf entsteht.
Zwei Spieler begeben sich in die Mitte der Stangen und besetzen je zwei gleichfarbige Hütchen. Die übrigen Spieler besetzen das Starthütchen.

Übungsablauf:

  • Der Spieler am Start dribbelt auf den Dummy zu und entscheidet sich für eine Richtung (hier kann eine Finte eingebaut werden)
  • Die beiden Spieler in der Mitte starten entweder von den gelben (Ausgangsposition A) oder blauen Hütchen (Ausgangsposition B)
  • Grundidee:
    • ein Spieler bietet sich diagonal kurz an → so gelangt er in eine offene Stellung und öffnet gleichzeitig den Raum
    • ein Spieler bietet sich gerade in der Tiefe an → wenn er angespielt wird, ist eine gegnerische Reihe überspielt
  • Der Startspieler entscheidet sich für den geraden Ball auf den tiefen Spieler
  • Dieser lässt den Ball auf den nachrückenden Mitspieler klatschen und startet in eine Laufbewegung um den Dummy
  • Der nachrückende Spieler spielt den Ball in die Tiefe, sodass der Mitspieler auf das Minitor abschließen kann

Varianten:

  • Torabschluss auf normale Tore inklusive Torhüter
  • Zusätzliche Entscheidungssituation: Sowohl der Ablauf von Teil 1, als auch der Ablauf von diesem zweiten Teil darf gespielt werden
    • Die Spieler treffen selbst die Entscheidung
    • Die Laufbewegungen zu Beginn bleiben immer gleich

Coachingpunkte:

  • Laufbewegungen kontrollieren und korrigieren
  • Den Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozess für die Laufbewegungen unterstützen durch präzise Erklärungen
  • Technikcoaching: „Klatsch-Ball“ und Ball in die Tiefe